Fahrangst überwinden: die ersten drei Schritte
Angst ist kein Charakterfehler
Fahrangst hat fast immer einen konkreten Auslöser: ein Beinaheunfall, eine unangenehme Prüfung, eine lange Pause, manchmal auch nur eine Situation, die einmal ausser Kontrolle geriet. Der Körper merkt sich das.
Schritt 1: Die Angst benennen
Nicht "ich habe Angst vor dem Autofahren", sondern genau: Kreisel, Autobahnauffahrt, Rückwärtsparkieren mit Publikum, Nachtfahrt bei Regen. Je genauer die Beschreibung, desto gezielter das Training.
Schritt 2: Der erste Termin ohne Fahren
Bei mir beginnt es oft im Stand. Fahrzeug kennenlernen, Sitzposition, Spiegel, Atmung. Wer am Anfang nicht fahren muss, kommt überhaupt erst an.
Schritt 3: Kleine Strecken, klare Grenzen
Wir fahren genau so weit, wie du es entschieden hast, und keinen Meter weiter. Du bestimmst das Tempo. Diese Kontrolle ist das eigentliche Heilmittel, nicht die gefahrenen Kilometer.
Was hilft, was nicht hilft
Es hilft: feste Abläufe, ruhige Zeiten, ein zweites Bremspedal, jemand, der nichts kommentiert. Es hilft nicht: Vergleiche, Zeitdruck, gut gemeinte Ratschläge aus dem Bekanntenkreis, Fahrten "einfach mal durch die Stadt".
Erstgespräch
Fünfzehn Minuten am Telefon, kostenlos. Wir schauen deine Situation an, und du entscheidest danach in Ruhe.